Zuhören können und Bedürfnisse erkennen: Beraten will gelernt sein

Shownotes

Wie unterscheiden sich genossenschaftliche Beratung und Verkaufspsychologie? Und wie trainiert man Zuhören und Bedürfnisse erkennen? Über diese und andere Themen spricht Elmar Wiemers von CP BAP mit Bereichsleiter Marc Weber von der Vereinten Volksbank in dieser Folge von Verblüffend Private. Und das an einem ganz besonderen Tag, wie sich herausstellt …

Wichtige Hinweise zu Risiken von Anlageprodukten

Die hier angebotenen Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise zu einzelnen Arten von Finanzinstrumenten. Sie stellen die Chancen und Risiken der Anlageprodukte nicht abschließend dar und sollen eine ausführliche und umfassende Aufklärung nicht ersetzen. Detaillierte Informationen über Anlagestrategien und einzelne Anlageprodukte, einschließlich damit verbundener Risiken, Ausführungsplätze sowie Kosten und Nebenkosten, stellen wir Ihnen vor Umsetzung einer Anlageentscheidung im Rahmen der Beratung zur Verfügung.

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Ralf Bröker: Mein Name ist Ralf Brücker und heute zu Gast bei Verblüffend Private,

Ralf Bröker: dem Private Banking Podcast der Vereinten Volksbank.

Ralf Bröker: Mein Kollege Marc Weber.

Marc Weber: Hallo, guten Morgen zusammen.

Ralf Bröker: Und Elmar Wiemers von CPBAP.

Elmar Wiemers: Hallo Ralf, guten Morgen.

Ralf Bröker: Dieses Wort CPBAP habe ich hier noch nie in den Mund genommen und deswegen,

Ralf Bröker: lieber Elmar, hast du jetzt, mach mal den Job, nicht nur dich vorzustellen,

Ralf Bröker: sondern auch zu sagen, was ist denn CPBAP, was ist denn das?

Elmar Wiemers: Ja, das werde ich häufiger gefragt, Ralf, und das ist ganz spannend,

Elmar Wiemers: weil ursprünglich hießen wir mal Bankpartner.

Elmar Wiemers: Wir haben dann allerdings zwei weitere Firmen gegründet, einmal Consultingpartner

Elmar Wiemers: und Erfolgspartner und haben dann vor einigen Jahren entschieden,

Elmar Wiemers: diese Firmen in der Gruppe CPBAP zusammenzuführen.

Elmar Wiemers: Und so ist das unsere neue Marke, mit der wir am Markt auftreten.

Ralf Bröker: Und was machen die? Also bei Bankpartner kann ich mir schon was vorstellen, was dahinter steckt.

Elmar Wiemers: Ja, wir sagen, wir machen alles außer Tiernahrung, nein, außer Zahlungsverkehr.

Elmar Wiemers: Und ja, was dabei ganz spannend ist, wir sind, glaube ich, schwerpunktmäßig

Elmar Wiemers: für Regionalbanken tätig.

Elmar Wiemers: Also natürlich ganz, ganz häufig für Genossenschaftsbanken.

Elmar Wiemers: Und was da für uns das Besondere ist, dass wir die komplette Wertschöpfungskette

Elmar Wiemers: abbilden. Also von der strategischen Ausrichtung der Unternehmen bis hin aber

Elmar Wiemers: dann auch zur Umsetzung.

Elmar Wiemers: Ich glaube, das ist das, was uns auch ausmacht, dass wir nicht bei einer technischen

Elmar Wiemers: Umsetzung aufhören, sondern dass wir auch, und das ist uns sehr,

Elmar Wiemers: sehr wichtig, die Menschen mitnehmen.

Elmar Wiemers: Und das sind für uns auf der einen Seite die Führungskräfte,

Elmar Wiemers: aber natürlich vor allen Dingen auch die Mitarbeitenden eines Hauses.

Elmar Wiemers: Denn für den Erfolg und für die wirksame Umsetzung ist das für uns ein ganz

Elmar Wiemers: entscheidender Erfolgsfaktor.

Ralf Bröker: Nimm uns mal mit, was bist du da und wo kommst du her? Was hat dich da hingetrieben?

Elmar Wiemers: Also mein Herz schlägt für den Vertrieb und ich bin ursprünglich Vertriebler,

Elmar Wiemers: bin also in der Genossenschaftsbank groß geworden und habe mich dann entschieden

Elmar Wiemers: BWL zu studieren und nach meinem Studium bin ich dann als Vertriebstrainer beim Verband gelandet.

Ralf Bröker: Beim Genossenschaftsverband?

Elmar Wiemers: Beim Genossenschaftsverband, genau. Den gab es damals noch in Münster am Aase.

Elmar Wiemers: Und ja, dann hatte ich allerdings so dieses Ziel zu sagen, ich möchte doch nochmal

Elmar Wiemers: was anderes machen, als jetzt bis zum Ende meines Berufslebens beim Verband zu bleiben.

Elmar Wiemers: Und so habe ich mich entschieden, einem Kollegen zu folgen, dem Rainer Aßmann,

Elmar Wiemers: der damals Bankpartner gegründet hat im Jahr 2000 und bin dann noch im selben

Elmar Wiemers: Jahr auch gewechselt und es war für mich die beste Entscheidung meines Lebens.

Ralf Bröker: Aber du bist dem Münsterland treu geblieben, ne?

Elmar Wiemers: Ja, ich bin nie zwischen Aalen und Münster gewechselt, das ist ganz spannend.

Elmar Wiemers: Ich wohne auch heute mit meiner Familie noch in Aalen und deswegen fühle ich

Elmar Wiemers: mich auch hier so wohl, denn wir haben auch als Zechenstadt natürlich eine Kaue,

Elmar Wiemers: Lohnhalle, diese Begrifflichkeiten sind mir sehr vertraut.

Ralf Bröker: Marc, auch du hast eine Vergangenheit, die mit CPBab was zu tun hat.

Marc Weber: Richtig, aber ich komme nicht aus Aalen oder Münster, wo das schöne Städte sind, beide für sich.

Marc Weber: Aber es ist so, bevor ich hier anfangen durfte in meiner Funktion als Bereichsleiter

Marc Weber: für den Privatkundenmarkt,

Marc Weber: war ich selber zehn Jahre tätig und habe mit Elmar zusammen und auch vielen

Marc Weber: anderen Projekte, ich überwiegend in Genossenschaftsbanken gemacht rund um das

Marc Weber: Thema Training, Coaching und manchmal auch Consultant rund um Prozessberatung.

Marc Weber: Und es hat sehr viel Spaß gemacht, hat mich auch sehr geprägt und hilft mir

Marc Weber: auch in meiner heutigen Funktion ganz gut.

Ralf Bröker: Wir hatten uns vorgenommen, über ein Thema zu sprechen, von dem ich sagen muss, da habe ich

Ralf Bröker: Relativ wenig Ahnung. Also ich kenne mich ein bisschen aus in Sachen Unternehmenskommunikation,

Ralf Bröker: ich kenne mich ein bisschen aus in Sachen Marketing, aber Verkaufspsychologie

Ralf Bröker: ist etwas, wo ich sagen muss, also da höre ich euch doch ganz gerne mal zu.

Ralf Bröker: Verkaufspsychologie, das ist doch der Trick von den Discountern,

Ralf Bröker: dass man die teuren Sachen nach oben in Sichtfeld packt und die preiswerten

Ralf Bröker: Sachen in gleicher Qualität unten ins Regal, oder?

Marc Weber: Ja, das ist mit Sicherheit so. Ich finde den Begriff Verkaufspsychologie kann

Marc Weber: auch irreführend sein, obwohl er erstmal faktisch richtig ist.

Marc Weber: Denn man muss immer die Frage ist, welche Emotionen habe ich mit dem Begriff Verkaufspsychologie?

Marc Weber: Und wenn du schon den Begriff Trick in den Mund nimmst, dann habe ich immer

Marc Weber: so das Gefühl, da passiert was Unredliches.

Marc Weber: Das ist gar nicht der Fall, wie ich finde. Also ich kann jetzt nur aus Bank-Sicht

Marc Weber: sprechen, sicherlich auch mit der Erfahrung eben zehn Jahre auf der anderen Seite gewesen zu sein.

Marc Weber: Als Genossenschaftsbank ist

Marc Weber: es wichtig, dass du als Partner deiner Mitglieder und Kunden auftrittst.

Marc Weber: Und du musst verstehen, dass jeder Kunde und jedes Mitglied Dinge anders versteht.

Marc Weber: Wir reden natürlich täglich über finanzielle, teilweise komplexe Sachverhalte

Marc Weber: und Verkaufsphilologie sagt nichts anderes als zu verstehen,

Marc Weber: wie bringe ich komplexe Sachverhalte adressatengerecht, also jedem unterschiedlichen

Marc Weber: Menschen so rüber, dass er die Dinge versteht, weil ich finde,

Marc Weber: wenn du eine Vertragsunterschrift setzt, dann solltest du verstanden haben,

Marc Weber: was es dir für Mehrwerte bietet.

Marc Weber: Und das ist für mich der Begriff Verkaufspsychologie und dafür sind wir ganz

Marc Weber: froh, dass wir eben auch Partner an der Seite haben mit euch Elmar entsprechend,

Marc Weber: weil das kann man nie genug lernen, das fängt beim Forschern an und hört beim

Marc Weber: Azubi auf, also im Grunde.

Marc Weber: Sollte sich jeder dem Thema widmen. Wie gesagt, es geht um Verständnis zwischen

Marc Weber: Menschen und Kommunikation und deshalb Verkaufspsychologie.

Marc Weber: Der Begriff ist, glaube ich, etwas zweischneidig an der Stelle zumindest zu verstehen.

Elmar Wiemers: Ich habe da auch einen Punkt ergänzen, Ralf, weil ich finde es ganz wichtig,

Elmar Wiemers: mit welchem Selbstverständnis, mit welcher Haltung gehen wir in solche Gespräche

Elmar Wiemers: mit unseren Kunden und bei der

Elmar Wiemers: genossenschaftlichen, in der genossenschaftlichen Welt ist halt ein Punkt,

Elmar Wiemers: der es mir sehr leicht macht, dass wir glaube ich sehr bedarfsgerecht auch Kundenangebote

Elmar Wiemers: machen und deswegen finde ich es genau richtig, was Marc sagt.

Elmar Wiemers: Na klar, ist am Ende unser Ziel, auch eine gute Lösung dem Kunden zu verkaufen.

Elmar Wiemers: Aber der Kunde muss es nachvollziehen können, wie Marc sagt.

Elmar Wiemers: Und er muss mit einem guten Gefühl nachher wieder rausgehen,

Elmar Wiemers: dass wir eine Lösung für ihn haben, die ihm hilft.

Elmar Wiemers: Und das ist vielleicht was anderes, auch zu anderen Bankengruppen.

Elmar Wiemers: Und deswegen fühle ich mich auch jetzt mittlerweile seit fast 30 Jahren sehr

Elmar Wiemers: wohl in der genossenschaftlichen Welt.

Ralf Bröker: Hat das auch was mit Wording zu tun? Ich will mal ein Beispiel aus unserem Alltag

Ralf Bröker: geben, wo wir den Mitgliedern und Kunden in Dorsten gesagt haben,

Ralf Bröker: pass mal auf, im Moment bauen wir gerade um,

Ralf Bröker: geh doch bitte da vorne hin in den SB-Bereich und die Leute haben da gestanden

Ralf Bröker: und haben überlegt, wo ist denn jetzt der Geldautomat, weil wir eben nicht den

Ralf Bröker: Begriff Geldautomat genutzt haben, sondern im SB-Bereich, spielt das auch eine

Ralf Bröker: Rolle, also das Wording?

Marc Weber: Ja, absolut. Ich glaube, es wäre vielleicht zu einfach zu sagen,

Marc Weber: es ist nur das Wording und schon ist das Verständnis da. Es hat auch was mit

Marc Weber: Haltung, Attitüde zu tun.

Marc Weber: Du hast es gerade selber gesagt, Elmar, ist die Frage, mit welcher Haltung gehe ich in ein Gespräch?

Marc Weber: Und wenn ich dann auf Augenhöhe arbeiten will, das ist zumindest unser Anspruch

Marc Weber: in der Kultur, mit dem Kunden gemeinsam zu erarbeiten, ist es ja wichtig,

Marc Weber: dass die Kommunikation dazu stimmt.

Marc Weber: Und trotzdem neigt man, wenn man Teil einer Unternehmung ist,

Marc Weber: und ich bin es ja nun mal seit jetzt fast neun Jahren bei der Vereinten Volksbank,

Marc Weber: neigt man natürlich zu Betriebsblindheit und auch zu Vokabeln, die sicherlich eher...

Marc Weber: Interner Natur sind, ob Abkürzungen sind oder wie du schon sagst,

Marc Weber: SB-Bereich, also Selbstbedienungsbereich.

Marc Weber: Das machen wir, glaube ich, alle. Das Problem ist nur, wenn einer mit dieser

Marc Weber: Abkürzung nichts anfangen kann oder sogar unter dem Begriff SB was anderes versteht,

Marc Weber: dann entstehen Missverständnisse. Und das fördert eben nicht das Vertrauen,

Marc Weber: sondern ist eher etwas, was unsicher macht.

Marc Weber: Und genau deshalb geht es dann, Wording zu transportieren und immer die Frage

Marc Weber: zu stellen, mit welchem Wording erreiche ich mein Mitglied und meinen Kunden.

Marc Weber: Da liegt es schon sehr stark auch an mir, dass ich mich eben auf den Kunden

Marc Weber: einstelle oder auf das Mitglied und nicht andersrum.

Marc Weber: Und das ist, glaube ich, das, was wir unseren Menschen, allen Beratern und Beraterinnen

Marc Weber: beibringen wollen, dass sie versuchen, die Sprache des jeweiligen Kunden in

Marc Weber: dem Moment versuchen, so gut wie möglich anzunehmen.

Ralf Bröker: Also das Wichtige im genossenschaftlichen Beratungskontext ist ja das Erkennen von Bedürfnissen.

Ralf Bröker: Und dazu muss man auf der einen Seite sicherlich auch die Sprache verstehen,

Ralf Bröker: aber eigentlich auch sprechen, oder?

Ralf Bröker: Wie kriegt ihr das denn hin, dass die Beraterinnen und Berater so verstehen,

Ralf Bröker: was gesagt wird und auch so sprechen, was denn dann verstanden wird?

Elmar Wiemers: Viele unserer Trainerinnen und Trainer kommen aus der genossenschaftlichen Welt

Elmar Wiemers: und das ist uns auch sehr wichtig, dass sie in der Lage sind,

Elmar Wiemers: die Gespräche mit einem realen Kunden auch führen zu können.

Elmar Wiemers: Und das heißt, dieses Vorleben auch mal einem Berater oder einer Beraterin aufzuzeigen,

Elmar Wiemers: wie funktioniert es, wie kann es funktionieren, das ist uns schon ein hohes Gut.

Elmar Wiemers: Es ist zum einen so, dass wir, glaube ich, dadurch glaubwürdiger gegenüber dem

Elmar Wiemers: Berater werden und auf der anderen Seite, und das finde ich auch ganz wichtig,

Elmar Wiemers: der anhand von Beispielen das wieder mit seiner eigenen Sprache dann matchen

Elmar Wiemers: kann und überlegen kann, was kann ich vielleicht davon mitnehmen,

Elmar Wiemers: wie kann ich es in meine eigene Welt auch integrieren und das funktioniert sehr, sehr gut.

Elmar Wiemers: Und nicht nur, ich sag mal, nachher eine Rückmeldung zu geben,

Elmar Wiemers: wie der Mitarbeiter unterwegs war, sondern auf der anderen Seite auch mal in

Elmar Wiemers: Vorleistung zu gehen und anhand von Beispielen denen Ideen mitzugeben,

Elmar Wiemers: die sie dann für ihren Alltag, hoffentlich sehr praxisorientiert,

Elmar Wiemers: dann auch nutzen können.

Marc Weber: Das würde ich auch unterstreichen, wenn ich das gut sagen darf.

Marc Weber: Dieses Thema Glaubwürdigkeit eines Trainers, wenn ich, und ich war selber ja

Marc Weber: auch mal Berater und habe selber Trainingsgenossen von unterschiedlichsten Unternehmen,

Marc Weber: ist auch immer wichtig, dass du eine Vertrauensbasis gegenüber deinem Coach

Marc Weber: oder deinem Trainer hast.

Marc Weber: Dann öffnest du dich mehr und bist bereit für Feedback und für Weiterentwicklung.

Marc Weber: Darum geht es ja, dass man nicht nur einen Spiegel vorgehalten bekommt,

Marc Weber: sondern auch Hilfe und Ideen, wie ich es vielleicht zukünftig mal anders machen

Marc Weber: kann, vielleicht dann auch tendenziell besser.

Marc Weber: Aber es ist immer einfacher, wenn du Menschen hast, die ähnliche Werte verkörpern,

Marc Weber: Stichwort Genossenschaft, wenn

Marc Weber: man sich da einig ist, dass dieses Unternehmensgebilde das Richtige ist.

Marc Weber: Und das Zweite ist aber auch, dass wenn ein Trainer, ein Coach kommt,

Marc Weber: auch auf der operativen Ebene weiß, worüber wir reden.

Marc Weber: Und zwar nicht nur ein Produkt, was du sicherlich mit einem unterschiedlichen

Marc Weber: Farbmantel überall verkaufen kannst.

Marc Weber: Haftpflicht oder Berufsunfähigkeit gibt es ja überall, sondern eben auch dieses

Marc Weber: in der Systematik das Ganze, ich sage mal, bis zum Klicken am System rüberbringst.

Marc Weber: Und das schafft natürlich insbesondere für meine Kolleginnen und Kollegen,

Marc Weber: die da sehr dankbar drüber sind, dass wir jetzt auch mittlerweile neun Jahre

Marc Weber: und darüber hinaus auch im alten Gebiet zusammenarbeiten, dass das echt wertvoll

Marc Weber: ist und die Menschen sich damit auch weiterentwickeln können.

Elmar Wiemers: Und es geht ja vielleicht noch weiter. Also wir haben gerade über Wording gesprochen,

Elmar Wiemers: über Werte der genossenschaftlichen Welt.

Elmar Wiemers: Es geht aber auch in das Thema der Produkte hinein.

Elmar Wiemers: Unsere Trainerinnen und Trainer müssen die Produktwelt kennen,

Elmar Wiemers: um auch dort sagen zu können, was sind denn die Mehrwerte für den jeweiligen

Elmar Wiemers: Kunden? Und, und ich glaube, das ist ein Riesenvorteil, den wir mitbringen,

Elmar Wiemers: dass wir die Systemwelt Atruvia kennen.

Elmar Wiemers: Und dass wir auch dort ja nicht nur, du hast es Verkaufspsychologie genannt,

Elmar Wiemers: Leuten sagen können, wie sie etwas vorstellen, sondern wie sie auch das Medium,

Elmar Wiemers: genossenschaftliche Beratung, was Atruvia ja auch technisch zur Verfügung stellt,

Elmar Wiemers: wie sie das einsetzen können als Hilfsmittel.

Elmar Wiemers: Und das ist etwas, was glaube ich schon sehr, sehr wichtig ist,

Elmar Wiemers: auch in der heutigen Welt.

Ralf Bröker: Atruvia ist ja unser genossenschaftliches Rechenzentrum, das ja deutschlandweit

Ralf Bröker: alle Volksbanken und Raiffeisenbanken dann eben mit Software unterstützt.

Ralf Bröker: Bedeutung von Software in so einer Beratungswelt, in einer genossenschaftlichen

Ralf Bröker: Beratungswelt, habt ihr damit auch was zu tun?

Elmar Wiemers: Ja, jeden Tag und sehr intensiv. Wir werden natürlich über das Thema Transformation,

Elmar Wiemers: gerade die digitale Transformation, immer mehr auch in Anführungsstrichen dazu gezwungen.

Elmar Wiemers: Ja, ich sehe es aber als Riesenchance, vor allen Dingen, wenn ich jetzt mal

Elmar Wiemers: selber in die Kundenrolle hineinschlüpfe, dass ich einfach die Möglichkeit habe, viele Dinge,

Elmar Wiemers: für die ich früher in die Bank gehen musste, einfach eigenständig von zu Hause erledigen kann.

Elmar Wiemers: In einer sogenannten Omnikanalen-Welt kann ich das mittlerweile und ich bin

Elmar Wiemers: auch sehr dankbar, was Atruvia uns da mittlerweile sowohl Kunden als auch Bank zur Verfügung stellt.

Elmar Wiemers: Und auf der anderen Seite finde ich es dann wieder wichtig.

Elmar Wiemers: Wenn ich Themen habe, die ein Stück weit komplexer sind, ich hatte das Stichwort

Elmar Wiemers: genossenschaftliche Beratung angesprochen,

Elmar Wiemers: lass es eine Baufinanzierung sein, lass es eine Geldanlage sein,

Elmar Wiemers: dass ich dann die Chance habe, auch zu meinem Berater, zu meiner Beraterin zu

Elmar Wiemers: gehen und dort einen persönlichen Ansprechpartner zu haben, der mich dabei unterstützt.

Marc Weber: Und ich würde das auch nochmal wieder mit der Bankbrille unterstreichen wollen.

Marc Weber: In meiner Welt, und das ist auch meine Haltung, fände ich es gut,

Marc Weber: wenn sich jeder Vertriebler, Beratende sich mit drei Dingen auseinandersetzt.

Marc Weber: Das ist erstmal die Fachkompetenz.

Marc Weber: Ich glaube, wenn ein Kunde zu uns kommt, ist wichtig, dass wir Fachkompetenz

Marc Weber: haben über Produkte, über die Thematik, über Bedürfnisse etc.

Marc Weber: Das ist das erste Schulbuchwissen, sage ich es mal an der Stelle.

Marc Weber: Aber dieses Schulbuchwissen zu transportieren ist ja dann Methoden- oder auch Rhetorikkompetenz.

Marc Weber: Und da fängt ja für mich am Ende an, sich zu entwickeln, dass ich methodisch

Marc Weber: weiß, wie bringe ich komplexe Sachverhältnisse rüber.

Marc Weber: Und da ist heute das Thema Software, Technik, Tools gehören dazu.

Marc Weber: Und das muss ich manchmal auch lernen. Ich werde nicht immer geboren,

Marc Weber: dass ich alle Energietöpfe in die richtige Reihe bringe, sondern da brauche

Marc Weber: ich manchmal von außen Hilfestellung, gerade wenn ich auch ein junger Mensch

Marc Weber: bin, der gerade so aus der Ausbildung reinkommt und wir sind ja ein Ausbildungsbetrieb,

Marc Weber: was mit der Ausbildung nicht endet und die Rhetorik kommt ja noch dahin zu, dass ich dann lerne,

Marc Weber: Sachverhalte in unterschiedlichster Form auch auszudrücken, weil da bin ich

Marc Weber: wieder dabei, wie versteht es mein Gegenüber.

Marc Weber: Auch da gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, in welcher Weise Sachverhalte

Marc Weber: verstanden werden. Brauche ich viele Zahlen, Daten, Fakten? Brauche ich viele visuelle Dinge?

Marc Weber: Bin ich da auf der Tonspur unterwegs? Und all das zusammenzubringen ist eine

Marc Weber: hohe, wie ich finde, Kompetenz. Und da braucht man Schulung, Training etc.

Marc Weber: Und da braucht man auch Blick von außen. Das kann man nicht alles autodidaktisch lernen.

Ralf Bröker: Ich vermute mal, das ist auch ständig im Wandel. Also die Bedürfnisse ändern

Ralf Bröker: sich, aber eben auch die Art und Weise, was Menschen verstehen,

Ralf Bröker: je nachdem, aus welchen Herkünften sie kommen.

Elmar Wiemers: Absolut und das ganze Thema digitale Transformation, was du ja eben angesprochen

Elmar Wiemers: hast, ist halt ein wesentlicher Bestandteil dieser laufenden Veränderung und wir stellen uns ja fest,

Elmar Wiemers: der nächste Schritt KI wird ja auch oder betrifft uns heute schon auch in Teilen,

Elmar Wiemers: vielleicht noch nicht so stark in der Beratung, Aber wenn wir jetzt mal zwei,

Elmar Wiemers: drei Jahre vorausschauen,

Elmar Wiemers: werden wir, glaube ich, auch viele Bestandteile im Rahmen der Beratung erleben,

Elmar Wiemers: wo uns KI hilft, unterstützt.

Elmar Wiemers: Und da müssen wir die Leute mitnehmen. Und das wird sicherlich auch weiterhin

Elmar Wiemers: für uns eine spannende Aufgabe sein.

Elmar Wiemers: Und da bin ich natürlich auch sehr dankbar. Ich meine, Marc kennt das aus vielen

Elmar Wiemers: Jahren der Zusammenarbeit, dass natürlich ein Punkt sehr, sehr wichtig ist.

Elmar Wiemers: Wir müssen auch erstmal die Beraterinnen und Berater davon überzeugen,

Elmar Wiemers: dass wir in der Begleitung einen Mehrwert für sie bieten.

Elmar Wiemers: Also wir müssen das Wire aufzeigen. Und ich glaube, das ist etwas,

Elmar Wiemers: was gerade die Verantwortlichen der Vereine Volksbank auch hervorragend machen,

Elmar Wiemers: dass sie aufzeigen, warum Training so wichtig ist, warum es dementsprechend

Elmar Wiemers: auch regelmäßig Zertifizierungen gibt, die wir durchführen und die dann dafür sorgen,

Elmar Wiemers: dass das Qualitätsniveau der Verein Volksbank in der Beratung schon sehr,

Elmar Wiemers: sehr hoch ist, auch im Vergleich zu anderen Banken und das finde ich schon fantastisch,

Elmar Wiemers: weil davon profitieren ja auch wieder eure Kunden.

Ralf Bröker: CP-Bab gibt es nicht nur im Münsterland, sondern gibt es auch ganz stark im Rheinland.

Ralf Bröker: Und wir haben ja gerade über unterschiedliche Herkünfte gesprochen und unterschiedliche Sprachen.

Ralf Bröker: Ist das ein Unterschied, wie Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland mit

Ralf Bröker: ihren Mitgliedern und Kunden über genossenschaftliche Beratung sprechen im Vergleich zu Westfalen?

Elmar Wiemers: Der Unterschied liegt eher darin, dass die Karneval feiern und wir schützen

Elmar Wiemers: fest. Aber sonst ist die Beratung sehr ähnlich.

Marc Weber: Ich frage mich jetzt mal, warum das Ruhrgebiet ausgespart ist,

Marc Weber: von daher auch bei uns herrscht Sprache.

Ralf Bröker: Ja, also das Ruhrgebiet teilt sich ja auf in Rheinland und Westfalen,

Ralf Bröker: das darf man ja nicht vergessen.

Ralf Bröker: Also Essen gehört schon zum Rheinland und Dortmund ist Westfalen-Metropole.

Marc Weber: Aber da kann ich eine Anekdote wirklich aus meiner früheren Welt erzählen.

Marc Weber: Ich war sehr häufig in Norddeutschland unter anderem unterwegs,

Marc Weber: wo ja auch teilweise Friesisch gesprochen wird.

Marc Weber: Und wenn man als Trainer aus dem Ruhrgebiet kommt, ich bin ja bekanntlich nochmal

Marc Weber: hier aus der Region, dann fällt es einem nicht immer sofort einfach Friesisch zu sprechen.

Marc Weber: Und die Menschen waren dann immer so geneigt, mir gegenüber dann Hochdeutsch

Marc Weber: versuchen zu sprechen und ich finde das genau der falsche Weg,

Marc Weber: weil man macht ja nicht etwas für einen Trainer, auch wenn man was lernen will,

Marc Weber: sondern es geht ja um Authentizität,

Marc Weber: und ich finde, die Slangs in Deutschland gehören ja zur Region dazu und das

Marc Weber: hat auch was mit Verstehen zu tun und Vertrauen zu tun, weil wenn ich Dinge

Marc Weber: aus Tradition mache, wie zum Beispiel eine Sprache,

Marc Weber: dann bindet das ja die Menschen vor Ort und das finde ich schon sehr spannend

Marc Weber: und das glaube ich schon ist wichtig, auch einfließen zu lassen,

Marc Weber: in die Arbeit eines Trainers, sich auf die Region beispielsweise einzulassen,

Marc Weber: zu sagen, wie ticken denn die Menschen und wie sprechen sie zum Teil,

Marc Weber: auch wenn man es selber nicht kann,

Marc Weber: aber das wegzunehmen wäre fatal in einer Vertrauensbasis.

Ralf Bröker: Also ich würde keinen Termin im Rheinland an der Altweiber machen,

Ralf Bröker: weil der fällt in der Regel aus, obwohl vielleicht macht man ihn dann gerade

Ralf Bröker: deswegen, das gibt es dann schon mitunter. Ja.

Ralf Bröker: Zum Abschluss würde ich gerne noch eine Frage in Richtung KI stellen.

Ralf Bröker: Wenn wirklich für das Genossenschaftswesen, für eine Genossenschaftsbank,

Ralf Bröker: für denjenigen, der beratend ist, tätig ist in der genossenschaftlichen Beratung,

Ralf Bröker: diese persönliche Nähe so super wichtig ist.

Ralf Bröker: Wie geht man denn damit um, dass da jetzt KI an allen Ecken und Enden,

Ralf Bröker: die einen sagen, lockt und die anderen sagen, droht?

Ralf Bröker: Spielt das in den nächsten Monaten, Jahren eine so große Rolle?

Elmar Wiemers: Also meines Erachtens auf jeden Fall. Nehmen wir einfach mal,

Elmar Wiemers: was jetzt in den letzten drei Jahren seit der Einführung von ChatGPT passiert ist.

Elmar Wiemers: Ich habe so viele Möglichkeiten, meine eigene Arbeit effizienter zu gestalten,

Elmar Wiemers: dass ich dann vielleicht als Beraterin, als Berater einfach viel mehr Zeit für den Kunden habe.

Elmar Wiemers: Da sehe ich schon mal als einen wesentlichen Vorteil, den KI bietet.

Elmar Wiemers: Und das Zweite ist, ich glaube, wir werden perspektivisch natürlich ähnlich,

Elmar Wiemers: wie du es eben beschrieben hast bei dem Thema SB,

Elmar Wiemers: auch Richtung KI erleben, dass es uns erleichtert, vielleicht einfache Tätigkeiten

Elmar Wiemers: durch KI darstellen zu lassen,

Elmar Wiemers: wo wir uns dann wieder auf das Wesentliche auch konzentrieren können,

Elmar Wiemers: nämlich für die Themen beim Kunden zu sein, die beratungsintensiver sind und

Elmar Wiemers: die ein Stück weit komplexer sind.

Elmar Wiemers: Und das ist für mich der entscheidende Punkt, wo uns KI helfen wird.

Elmar Wiemers: Ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel, wo ja heute KI schon sehr normal

Elmar Wiemers: ist, ist das ganze Thema in der Telefonie.

Elmar Wiemers: Wenn es um einfache Abwicklungen von Überweisungen etc.

Elmar Wiemers: Geht, habe ich alle Möglichkeiten dort über KI auch zu erkennen,

Elmar Wiemers: habe ich den richtigen Kunden, also passt der Kunde, damit vielleicht weniger

Elmar Wiemers: Betrugsfälle auftreten etc.

Elmar Wiemers: Und das finde ich einen Riesenvorteil für Kunde, aber auch für Bank und von

Elmar Wiemers: daher beschäftigen wir als Beratungsunternehmen CBBAP und sehr intensiv mit der Thematik.

Marc Weber: Und ich glaube, wir werden euch brauchen oder zumindest brauchen wir Trainings

Marc Weber: dazu, aber aus Banksicht will ich wieder sagen,

Marc Weber: Genau das, was du gesagt hast, Ralf, in welche Ecke stelle ich KI?

Marc Weber: Ist es nützlicher Helfer oder ist es ein bedrohlicher Gegen-mich-Kämpfer,

Marc Weber: wie auch immer ich das ausdrücken will?

Marc Weber: Und hier ist wichtig, eine Haltung zu haben und ich finde, die haben wir als Vereinte Volksbank.

Marc Weber: Wir werden KI brauchen, weil sie hilfreich ist. Du hast es gerade angesprochen,

Marc Weber: ob es Verarbeiten von Fachinformationen ist oder regulatorischen Dingen,

Marc Weber: Prozesseffizienzen, aber auch Fachkräftemangel an der einen oder anderen Stelle abzufedern.

Marc Weber: Aber eine Sache wird es aus meiner persönlichen Sicht nicht,

Marc Weber: dass es die menschliche Basis, nämlich komplexe Inhalte, die vielleicht von

Marc Weber: der KI aufbereitet werden, einem anderen Menschen wiederum zur Verfügung zu

Marc Weber: stellen in einer Beratungsform, dass es dann wieder auf Vertrauensbasis ist.

Marc Weber: Und deshalb ist wichtig, und das werden wir machen als Vereinte Volksbank,

Marc Weber: dem KI-Thema Raum zu geben, auf die Kultur des Hauses abzustimmen und es als

Marc Weber: positiv zu bewerten und nicht als Drohung, weil das halte ich für falsch.

Marc Weber: Man muss da offen mit umgehen, man darf über kritische Dinge reden, aber ich finde,

Marc Weber: man muss die nützlichen Dinge am Ende für sich nutzen und das werden wir in

Marc Weber: den nächsten Jahren angehen und ich vermute mal, Elmar, da werden wir hin und

Marc Weber: wieder mal auch inhaltlich miteinander reden, weil ich glaube,

Marc Weber: da braucht man auch viel Training und viel Hilfestellung bei diesem Thema.

Elmar Wiemers: Und da sind wir wieder bei den Mitarbeitenden. Ich muss denen erklären,

Elmar Wiemers: dass KI etwas ist, was ihnen hilft. Ich muss sie mitnehmen.

Elmar Wiemers: Und sie müssen natürlich auch auf der anderen Seite lernen, wie sie so ein Medium

Elmar Wiemers: parallel dann auch einsetzen.

Elmar Wiemers: Das erleben wir heute bei System Atruvia und werden wir perspektivisch bei KI genauso erleben.

Ralf Bröker: Man merkt, da ist ein Vertriebsprofi, der da mir gegenüber sitzt.

Marc Weber: Wer jetzt?

Elmar Wiemers: Ich wollte gerade sagen, das war ja Bringgeschäft. Von daher vielen Dank, Marc.

Ralf Bröker: Ich sage vielen Dank in die Runde.

Marc Weber: Dankeschön.

Elmar Wiemers: Ja, ich sage auch danke. Es ist selten, dass ich an meinem Geburtstag so einen

Elmar Wiemers: Podcast machen darf. Von daher fand ich das hervorragend. Vielen Dank.

Ralf Bröker: Dann mal herzlichen Glückwunsch.

Marc Weber: Herzlichen Glückwunsch.

Elmar Wiemers: Ja, danke.

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